Schäferhund

Der Deut­­­­sche Schä­­­fer­­­hund

Der Deut­sche Schäferhund ist als klas­si­scher Wach- und Schutz­hund be­kannt. Er ist mit­tel­groß, kräf­tig und stark be­mus­kelt.

Sei­ne Aus­ge­gli­chen­heit macht den Deut­schen Schäferhund zum idea­len Kan­di­da­ten für die Blin­den- und Be­gleit­hun­de­aus­bil­dung. Da­bei wei­sen sich ins­be­son­de­re sei­ne Ge­leh­rig­keit, An­häng­lich­keit so­wie die ho­he Zu­ver­läs­sig­keit als vor­teil­haft aus. Auch in sei­ner ur­sprüng­li­chen Rol­le als Hü­te- oder als ge­lieb­ter Fa­mi­lien­hund ist der Deut­sche Schäferhund nach wie vor als be­lieb­te Hun­de­ras­se an­zu­tref­fen.

Wichti­ge Un­ter­schie­de in der Zucht­li­nie

Grundsätz­lich wird ty­po­lo­gisch zwi­schen rein­ras­si­gen Züch­tun­gen aus der Lei­stungs- und der Show­li­nie bzw. Hoch­zucht un­ter­schie­den. Ihr Tier­arzt (Ach­tung: Der Link Tier­arzt führt auf ein ko­sten­pflich­ti­ges An­ge­bot der Dr. Sam GmbH Düs­sel­dorf!) kann Sie kom­pe­tent über ty­pi­sche zucht­be­ding­te Krank­heits­bil­der beim Schäferhund und die Un­ter­schie­de in der Zucht­form in­for­mie­ren. Auf den In­ter­net­sei­ten hund-unterwegs.de und vetevo.de kön­nen Sie sich vor­ab auch ko­sten­los in­for­mie­ren. Wir züch­ten je­den­falls aus Über­zeu­gung nur Lei­stungs­hun­de.

Der Begriff Alt­deut­scher Schäferhund ist all­tags­sprach­lich auch ge­bräuch­lich und ent­spricht am ehe­sten dem Lei­stungs­typ als Lang­stock­haar Schä­fer­hund.

We­sens­merk­ma­le & Charakter beim Deut­schen Schäferhund

Welpe

Laut FCI-Ras­se­stan­dard muss der Deut­­sche Schä­fer­hund „[…] vom We­sens­bild her aus­ge­gli­chen, ner­ven­fest, selbst­si­cher, ab­so­lut un­be­fan­gen und (außer­halb einer Reiz­la­ge) völ­lig gut­ar­tig sein, da­zu auf­merk­sam und füh­rig. Er muss Trieb­ver­hal­ten, Be­last­bar­keit und Selbst­si­cher­heit be­sit­zen, um als Be­gleit-, Wach-, Schutz-, Dienst- und Hü­te­hund ge­eig­net zu sein. Sie können sich hier die Dokumentennummer 166 der Rassennomenklatur des FCI als PDF-Dokument anschauen oder von unserer Webseite herunterladen.

Kör­­per­­li­­che Merk­­ma­­le

Ein Schä­fer­hund kann et­wa 9-13 Jah­re alt wer­den. Rü­den wer­den et­wa 30 bis 40 kg und Weib­chen et­wa 22 bis 32 kg schwer. Beim aus­ge­wach­se­nen Rü­den soll­te die Schul­ter­hö­he zwis­chen 60 und 65 Zen­ti­me­ter be­tra­gen, Hün­din­nen soll­ten zwi­schen 55 und 60 Zen­ti­me­ter hoch sein. Beim Fell wird zwi­schen Stock- und Lang­stock­haar un­ter­schie­den.

Fell­va­rian­ten beim Schäferhund

Zu den Far­ben heißt es im FCI-Ras­se­stan­dard:

„Schwarz mit rot­­brau­nen, brau­nen, gel­ben bis hell­grau­en Ab­zei­chen. Schwarz ein­far­big, grau mit dunk­le­rer Wol­kung, schwar­zem Sat­tel und Mas­ke. Un­auf­fäl­li­ge, klei­ne weiße Brust­ab­zei­chen, so­wie hel­le In­nen­sei­ten sind zu­ge­las­sen, aber nicht er­wünscht. Die Na­sen­kup­pe muss bei al­len Farb­schlä­gen schwarz sein.“

Auf der Bun­des­ver­samm­lung des Ver­eins Deut­scher Schä­fer­hun­de, der in­ner­halb der FCI für den Ras­se­stan­dard zu­stän­dig ist, wur­de 2008 be­schlos­sen, dass auch der Lang­stock­haar wie­der in den Stan­dard auf­ge­nom­men wird. Der Stan­dard er­gänzt da­zu:

„Lang­stock­haar: Das Deck­haar soll lang, weich und nicht fest an­lie­gend sein, mit Fah­nen an Oh­ren und Läu­fen, bu­schi­ge Ho­sen und bu­schi­ge Ru­te mit Fah­nen­bil­dung nach un­ten. Am Kopf ein­schließ­lich des Ohr­in­nern, an der Vor­der­sei­te der Läu­fe, an Pfo­ten und Ze­hen kurz, am Hals län­ger und stär­ker be­haart, na­he­zu eine Mäh­ne bil­dend. An der Rück­sei­te der Läu­fe ver­län­gert sich das Haar bis zum Vor­der­fuß­wur­zel­ge­lenk bzw. bis zum Sprung­ge­lenk und bil­det an der Rück­sei­te der Keu­len deut­li­che Ho­sen.“

Hal­te­be­din­gun­gen

Der Deut­sche Schäferhund aus der Lei­stungs­li­nie muss von Be­ginn an streng und ent­schlos­sen von sei­nem Be­sit­zer ge­führt wer­den. Sei­ne In­tel­li­genz und Auf­merk­sam­keit müs­sen stän­dig ge­for­dert und ge­för­dert wer­den. Er ist ein auf­ge­weck­ter und le­ben­di­ger so­wie ge­lehr­sa­mer und an­häng­li­cher Hund. Um­so wich­ti­ger ist die in­ten­si­ve und re­gel­mä­ßi­ge Be­schäf­ti­gung des Hun­de­füh­rers mit den An­for­de­run­gen, die die­se Hun­de­ras­se an ihn stellt und den sie auch von ihm ver­lan­gen wird!

Regel­mä­ßi­ge täg­li­che Spa­zier­gän­ge und ein gro­ßer Aus­lauf soll­ten bei An­schaf­fung eines sol­chen Tie­res mög­lich sein. Er­zie­hen Sie Ih­ren Hund zum freund­li­chen und ent­spann­ten Um­gang mit Fa­mi­lien­mit­glie­dern und im All­ge­mei­nen mit Men­schen und an­de­ren Tie­ren.

Ein gut ge­mein­ter Hin­weis

Der Schutz­in­stinkt eines Deut­schen Schä­fer­hun­des soll­te nicht un­ter­schätzt wer­den. Trai­nie­ren Sie im Be­darfs­fall mit Ih­rem Hund Ge­fah­ren­si­tua­tio­nen un­ter An­lei­tung eines Hun­de­trai­ners bzw. ab­sol­vie­ren Sie eine pro­fes­sio­nel­le Schutz­­hund Aus­bil­dung (IGP), wenn Ihr Hund sie in­ten­siv und kon­trol­lier­bar schüt­zen soll. Wir wis­sen, dass die bei­den fol­gen­den Bil­der eine ab­schrecken­de Wir­kung auf Sie ha­ben und Sie vom Kauf eines Schä­fer­hun­des ab­hal­ten könn­ten. Dies liegt na­tür­lich nicht in un­se­rer Ab­sicht.

Wir möch­ten aber, dass Sie sich einerseits im Kla­ren da­rü­ber sind, wie ge­fähr­lich letzt­end­lich jeder kräftige Hund wer­den könn­te, falls Sie ihn nach­läs­sig oder falsch er­zie­hen! Andererseits möch­ten wir je­doch auch unter­strei­chen, dass ge­ra­de der Deut­sche Schäferhund na­tür­li­cher­wei­se ein wun­der­ba­res und aus­ge­gli­che­nes Ge­müt be­sitzt und ein Freund der Fa­mi­lie ist! Her­vor­zu­he­ben sind vor al­lem sei­ne Auf­fas­sungs­ga­be und Ge­leh­rig­keit. Das ist um­so tra­gi­scher, je mehr „schlech­te“ ­­ Eigen­schaf­ten Sie trai­nie­ren und umso erfreulicher, wenn Sie ihm lie­be­voll, aber „ton­an­ge­bend“  be­geg­nen.

Schutzhund-Ausbildung SchäferhundSchutzhundausbildung

Ihre Ein­stel­lung ist der Schei­de­weg zur Voll­kom­men­heit

Beden­ken Sie: Auch wenn Sie Ih­ren Schä­fer­hund in er­ster Li­nie als Fa­mi­lien­hund an­schaf­fen wol­len, ein nicht kon­trol­lier­ba­rer Hund muss im schlimm­sten Fall ab­ge­ge­ben, ein­ge­sperrt oder ein­ge­schlä­fert wer­den. Es liegt in Ih­rer Ver­ant­wor­tung, dass Ihr tie­ri­scher Par­tner in sei­ner Um­welt viel Freu­de und Le­bens­qua­li­tät so­wie die not­wen­di­ge Zu­wen­dung er­fährt. Dann ist der Deut­sche Schä­fer­hund mit Si­cher­heit einer der treue­sten Part­ner in Ih­rem Le­ben und be­rei­tet auch Ih­nen, Ih­rer Fa­mi­lie und Kin­dern so­wie Ih­rem ge­sam­ten Um­feld gro­ßes Ver­gnü­gen. Und das ist uns sehr wich­tig!

Was kann Sie an einem Deut­schen Schä­fer­hund be­gei­stern?

Der Deut­sche Schä­fer­hund ist eine re­gel­rech­te Sports­ka­no­ne. Er jagd je­dem Bäll­chen hin­ter­her und ap­por­tiert auch ger­ne. Er ist sehr folg­sam und wie fast je­des Tier auch sehr ver­schmust. Kör­per­lich zeigt der Deut­sche Schä­fer­hund Aus­dauer mit ho­hem Be­we­gungs­drang und Ro­bust­heit. Er ist gut zu füh­ren, auf­merk­sam und klug. Zu­gleich er­weist er sich als sehr be­last­bar und selbst­si­cher. Um sein gut­mü­ti­ges We­sen zu ent­wickeln, soll­te er von Be­ginn an mit viel Ge­duld, Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und lie­be­vol­ler nicht nach­las­sen­der Kon­se­quenz er­zo­gen wer­den. Er bleibt sein Le­ben lang ver­spielt und er­weist sich bei rich­ti­ger Er­zie­hung als sehr an­häng­lich und treu. Die Ras­se ist außer­dem sehr kin­der­lieb und auch mit an­de­ren Haus­tie­ren gut ver­träg­lich. Un­se­re Exem­pla­re aus der Lei­stungs­zucht ha­ben einen aus­ge­präg­ten Schutz-, Spiel- und Beu­te­trieb so­wie eine im Ver­gleich zur Hoch­zucht­li­nie re­la­ti­vier­te nie­dri­ge­re Reiz­schwel­le, d.h. sie be­sit­zen eben die­ zuvor er­wähn­ten In­­stink­te in einem et­was ver­gleichs­wei­se stär­ke­rem Maß. Sie zeigen eine ho­he Ar­beits­be­reit­schaft und haben einen aus­ge­präg­ten Sinn für das „Will-to-please“.

In seiner Ge­samt­heit be­sitzt der Deut­sche Schä­fer­hund sehr be­ein­drucken­de und ein­zig­ar­ti­ge We­sens­merk­ma­le. Ge­ra­de sei­ne schnel­le Auf­fas­sungs­ga­be und Lern­wil­lig­keit för­dern jeg­li­che Ver­hal­tens­prä­gung. Durch unser Be­stre­ben zu einer kon­trol­lier­ten Zucht mi­ni­mie­ren wir zu­dem die ihm nach­ge­sag­te Dis­po­si­tion für be­kann­te Erb­krank­hei­ten wie ED und HD.

Kopf eines erwachsenen Schäferhundes

Das wollen wir nicht!

Wir geben kei­nen un­se­rer Hun­de an Men­schen ab, die ihn aus­schließ­lich als „Waf­fe“ ein­set­zen und ihn zur re­gel­haf­ten Bös­haf­tig­keit er­zie­hen wol­len! Denn das ent­spricht nicht der Na­tur und Be­dürf­nis­sen eines Schä­fer­hun­des. Das hat nichts da­mit zu tun, das der Deut­sche Schä­fer­hund Sie in Ge­fah­ren­si­tua­tio­nen im­mer be­schüt­zen will und Sie das auch er­war­ten dür­fen. Die­se Ein­stel­lung ist un­se­rer Auf­fas­sung nach völ­lig le­gi­tim, wenn Sie die Frei­heit An­de­rer re­spek­tie­ren und den nö­ti­gen Sach­ver­stand ein­set­zen.

Das ist unsere Vision

Die bei­den fol­gen­den Videos von YouTube ver­deut­li­chen ziem­lich gut, wo­hin un­ser Er­zie­hungs­ge­dan­ke füh­ren soll­te, wenn Sie das We­sen des Schä­fer­hun­des ge­lun­gen un­ter­stüt­zen und Sie auf sei­ne Be­dürf­nis­se ein­ge­hen. Zum Ab­spie­len klicken Sie bitte auf dieses Sym­bol ⯈ in­mit­ten des Bild­aus­schnitts oder links un­ten, wenn Sie den Maus­zei­ger über das Bild fah­ren.

Das soll­ten Sie im­mer be­ach­ten: Die Ge­leh­rig­keit des Deut­schen Schä­fer­hun­des setzt nur das um, was Sie ihm bei­brin­gen oder – bei ver­nach­läs­sig­ter Er­zie­hung – was der Hund ver­stan­den zu ha­ben glaubt! Er ist vor al­lem ein to­le­ran­ter und agiler Hund, der viel Lie­be ge­ben kann und viel Zu­wen­dung braucht.

Zum Ab­schluss möch­ten wir Ih­nen noch ein In­for­ma­tions­video des Ver­eins für Deut­sche Schäferhunde (SV) auf YouTube zum Ab­spie­len an­bie­ten. Bitte be­ach­ten Sie un­se­re Da­ten­schutz­er­klä­rung zum Ab­spie­len von YouTube Videos.